Hypnose in der Praxis
ihre Anwendung und Wirkung - Ein Referat von Roland S. Herzhauser, Heilpraktiker.
 
Geschichte:
Die Hypnose, ihre Wirkungsweise und ihre Anwendungen sind das wohl an längsten umstrittene Thema der Psychologie.

Dabei stellt die Hypnose unzweifelhaft das älteste Heilverfahren der Welt dar. Aus alten Papyrusschriften ist uns bekannt, dass die Priester in der ägyptischen Hochkultur die Heilhypnose oft und mit großem Erfolg anwandten.

Denken Sie bitte ebenfalls an den Heilschlaf, den die alten Griechen mittels Hpnosetechniken durchführten.

Jede Mutter, die ihr weinendes Kind, das sich verletzt hat, tröstend in den Arm nimmt und ihm gut zuspricht, wendet eine leichte Form der Hypnose - die Suggestion - an.

Paracelsus (1490 - 1541),

von der Schulmedizin genauso strapaziert und eingenommen wie von der alternativen Seite der Heilkunst sprach bereits von „Psyochologischen“ oder „Rationalen“ der „magnetischen Phänomene“.
Die Akademie der Wissenschaften und Königlichen Gesellschaft für Medizinverfaßten 1784 einen gründlichen Bericht - der die Wirkung des animalischen Magnetismus beschrieb -, in dem sie zahlreiche hypnotische Phänomene schilderten und sogar gewisse heilende Elemente herausstellten. Aber sie schrieben alles der Einbildungskraft der Patienten zu. Sie lehnten die heilende Wirkung des mesmerschen tierischen Magnetismus ab und hoben, ohne es zu wollen, die Rolle des psychologischen Faktors in der zwischenmenschlichen Beziehung hervor.
Nach dem goldenen Zeitalter der Hypnose, die zwischen 1880 und 1890 fällt, wurde es sehr schnell still um die Anwendungsmöglichkeiten, die Hypnose dem verantwortungs- vollen Behandler eröffnet.

Nachdem in dieser Hochzeit der Anwendung der Hypnose, die vor allem in Frankreich von anerkannten Ärzten angewandt wurde, stritten nur 20 Jahre später, also 1910, Ärzte, allen voran Dr. Babinski die Existenz hypnotischer Phänomene ab. Es ging sogar soweit, dass er allen Ernstes behaupten konnte, dass die Hypnose nichts anderes darstelle als eine Art Simulation - achten Sie bitte darauf, nicht Stimulation - wie die Hysterie.

Leider ist es in der heutigen Zeit immer noch so, daß viele Ärzte glauben, die Hypnose habe etwas mit Scharlatanerie oder ähnlichem zu tun.




Was ist Hypnose?

Diese Frage wird immer wieder gestellt. Und immer wieder kann man nur eine subjektive Beantwortung dieser Frage bieten.
Die unterschiedlichsten psychologischen Richtungen - angefangen von Mesmers Theorie vom animalen oder tierischen Magnetismus bis hin zur Deutung im alphabetischen Handbuch für Psychiatrie (1952) - geben eine nur unbefriedigende Erklärung der Phänomens Hypnose ab.

Definition der Hypnose
Die Kommission der British Medical Association arbeitete 1955 eine Definition aus.
Sie besagt, daß die Hypnose:
“ein vorübergehender Zustand veränderter Aufmerksamkeit beim Patienten, ein Zustand, der von einem anderen Meschen hervorgerufen werden kann und in dem verschiedene Phänomene spontan oder als Reaktion auf verbale oder andere Reize auftreten können.

Diese Phänomene umfassen eine Veränderung des Bewußtseins und des Gedächtnisses, gesteigerte Empfänglichkeit für die Suggestion, Antworten und Gedanken beim Patienten, die ihm in seinem gewohnten Geisteszustand nicht vertraut sind.

Unter anderem können im hypnotischen Zustand Phänomene wie die Anästhese (Schmerzbetäubung, d.Autor), die Paralyse (vollkommene Bewegungslähmung(med. als Folge von Schädigungen in den motorischen Nervenbahnen, d. Autor)), die Muskelstarre und vasomotorische Veränderungen (Vasomotoren = Gefäßnerven; vasomotorisch = Erweitung oder Verengung der Blutgefäße durch verschiedene Spannungszustände der glatten Gefäßmuskulatur und der Wirkung der Gefäßnerven, d. Autor) hervorgerufen oder unterdrückt werden.

Die Trance
Der Zustand, in den der Patient während der Hypnose gerät nennt man Trance. Dazu ist zu vermerken, daß der Trancezustand ein äußerst labiler Bereich ist. Auch ist er nicht bei allen Hypnosesitzungen bei einem Patienten gleich. Je nach Stimmungslage des Patienten, nach Aufregung oder Ruhe, Freude oder Ärger ist der Trancezustand ein anderer.

Ist die Tiefe der Trance ein Parameter für den Erfolg der Hypnose?
Leider nein. Je nach Patient, nach Orientierung auf die physische oder psychische Seite wirkt die Trancetiefe verschieden.
Ein Somnalbuler kann in sich in tiefster Trance befinden und dennoch weniger von den Heilsuggestionen aufnehmen wie ein Patient der sich in leichter, bis mittlerer Trance befindet.

Ist die Hypnose Schlaf?
Hierüber streiten sich die Gelehrten.
Bei EEG-Untersuchungen konnten die unterschiedlichsten Ergebnisse erzielt werden.

Bei einigen Patienten veränderte sich das EEG überhaupt nicht. Bei anderen konnten Kurven festgestellt werden, die nicht eindeutig zu interpretieren waren. Es wurden EEG-Bilder aufgezeichnet, die auf Veränderungen des Bewußtseinszustands in Form von Über- oder Unterfunktionen hindeuteten:
Verlangsamung der EEG- Wellen, die an einen Zustand des Vorschlafs denken ließ; Dissynchronisation der Alpha-Aktivität, Akzentuierung der okularen Artefakte, was auf einen überwachen Zustand hinwies.

Die Erfahrungen, die ich in der eigenen Praxis über zwei Jahrzehnte hinweg machen konnte, lassen mich zu der Auffassung kommen, daß die Hypnose ein Zustand der gesteigerten Konzentration ist und keineswegs ein Zustand des tiefen, bewußtlosen Schlafes.

Wovon hängt die Hypnotisierbarkeit ab?
Hier gibt es zwei Seiten

Einmal steht der Patient mit seinen Ängsten, seinem Krankheitsbild und seinen Vorbehalten oder Erwartungen in bezug auf die Hypnose da. Dabei kommt es nicht unbedingt darauf an, daß der Patient hypnotisiert werden will.
Zum anderen ist der Therapeut in seiner Eigenschaft als Mensch und Helfer mit einer gewissen Berufs- und Lebenserfahrung und einem Charisma ausgestattet, die auf den Patienten wirken. Untersuchungen zeigten, daß keine sicheren Kriterien für die Hypnotisierbarkeit bestehen.
Früher glaubte man, daß Hysteriker, da die Hysterie als ein Äquivalent der Hypnose angesehen wurde, leichter und besser zu hypnotisieren seien als andere Patienten. Dies konnte in Untersuchungen nicht bestätigt werden.

Auf der einen Seite gibt es die Patienten, die mit wenigen Worten in tiefe Trance gleiten und in der Trance eine eigene psychische Welt erleben.

Auf der anderen Seite gibt es Patienten, die auch nach etlichen Sitzungen nicht in Trance gelangen. Oftmals kommt es vor, speziell bei Regressionen habe ich dies erlebt, daß ein Patient mehrere Sitzungen braucht, bis er in den entsprechenden Trancezustand gerät.

Chertok glaubt, daß es unter den Refraktären zwei Sorten gibt: „Jene Fälle, in denen bewußte Ablehnung vorlag, und jene Fälle, in denen Unempfindlichkeit gegenüber Hypnose herrschte.“

Kubie sagte 1961: „Die Hypnose liegt im Schnittpunkt aller Ebenen des physiologischen und psychologischen Organismus, und das Phänomen, das man Hypnotismus nennt, wird, wenn man es voll und ganz begreift, zu einem der wichtigsten Werkzeuge beim Studium des normalen Schlafs, des normalen Wachzustandes und des konstanten Ineinanderspiels der normalen, neurotischen und psychologischen Prozesse.“

Positivsuggestionen
Soll eine Veränderung im physischen oder psychischem Bereich erreicht werden, so müssen alle Redewendungen, die in der Hypnose dem Patient gegeben werden positiv sein. Der Grund ist denkbar einfach! Negativprognosen prägen sich eher und stärker ein.

Sie erkennen es an einem einfachen Beispiel:
Führt der 14jährige Karl eine 82jährige Oma über eine belebte Hauptstraße, so steht davon am nächsten Tag nichts in der Zeitung.
Stößt derselbe Karl die 82jährige Oma von der Bordsteinkante vor ein herannahendes Auto, so sind die Medien voll von diesem schrecklichen Geschehen.






Gefahren der Hypnose:
Oft werden Ängste von den Angehörigen oder den Patienten an den Behandler herangetragen, die folgendermaßen lauten:

Mache ich in der Trance alles was sie mir sagen?
Ab wann verliere ich die Kontrolle über mich?
Können sie in der Hypnose alles mit mir machen was sie wollen?
Sage ich ihnen alles, auch das was ich nicht sagen möchte?
Bin ich nach der Hypnose noch dieselbe Persönlichkeit?
Etc.





Erklärungen zu den Gefahren:


Mache ich in der Trance alles, was sie mir sagen?

Antwort: Nein!

In der Trance ist der Patient noch kritischer als im Wachzustand.
Die stärkste Kraft im Menschen, die ihn zu unwahrscheinlichen Leistungen anregen kann, ist der Selbsterhaltungstrieb.
Dieser Selbsterhaltungstrieb ist dafür verantwortlich, daß nichts geschehen kann, womit der Patient im Wachzustand nicht einverstanden ist.
Ethische also moralische, religiöse Glaubenssätze stehen wie ein Gebirge schützend vor dem Patienten. Schon der Anfang einer Suggestion, die nicht so mit dem Hypnotisierten vereinbart war, vermag - selbst den tiefsten Trancezustand - abrupt zu beenden.


Ab wann verliere ich die Kontrolle über mich?

Antwort: Überhaupt nicht.

In der Trance gibt es ein Phänomen, das man Rapport nennt. Dies ist die Verbindung von Behandler zum Patienten und umgekehrt.


Wache ich überhaupt wieder auf?
Antwort: Ja.

Selbst der tiefste zu erreichende Zustand in der Trance geht, hört die Beeinflussung über das gesprochene Wort auf, in normalen Schlaf über. Man wacht auf, als hätte man geschlafen. Die einfachste Übung in der Trance ist übrigens das Aufwachen.


Kann man mit mir in der Hypnose alles machen?

Anwort: Nein (siehe Selbsterhaltungstrieb)


Sage ich alles, wonach man mich fragt, auch wenn ich es nicht sagen möchte?
Antwort: Nein.
Der Selbsterhaltungstrieb ist so stark ausgeprägt, daß Geheimnisse, die man nicht preisgeben möchte, auch in der tiefsten Trance nicht ausgeplaudert werden. Man lügt übrigens notfalls in der Trance wie auch im Wachzustand, wenn man sich sonst nicht mehr zu helfen weiß.


Bin ich nach der Hypnose noch dieselbe Persönlichkeit?
Antwort: Ja.

Die Hypnose verändert nicht die Persönlichkeit, sie soll helfen kranke Verhaltensformen zu heilen und im Falle psychosomatischer Erkrankungen die Ursachen zu finden und gemeinsam mit der Gesprächstherapie auf eine Heilung hinarbeiten.


Diese Fragen und noch viele andere, die dem Patienten, auch noch während der Therapie, einfallen, müssen immer verständlich geklärt werden. Der Patient muss sich angstfrei der Hypnose nähern und mit dem größtmöglichen Gefühl der inneren Sicherheit die Hypnose erleben können.


Schäden durch Hypnose?
Es besteht tatsächlich ein Bereich, in dem man nicht mit der Hypnose arbeiten sollte. Dieser Bereich wäre die Unterdrückung von Symptomen bei Menschen mit psychotischen Tendenzen. "Tatsächlich erleichtert die Hypnose die Unterdrückung der Symptome, doch diese kann manchmal zu abrupt erfolgen, wodurch die Gefahr entsteht, daß nicht nur mehr oder weniger schwere Ersatzsymptome auftreten, sondern sogar katastrophale Auswirkungen, die bis zu Selbstmordreaktionen beim Patienten gehen können." sagt L. Chertok.

Allerdings ist auch bekannt, daß die Unterdrückung eben dieser Symptome durch die Psychotherapie genau so negative Ergebnisse nach sich zog.





Indikationen:
Die Erklärung der American Psychiatric Association enthält folgendes Resümee über die therapeutische Anwendung der Hypnose:

„Die Hypnose wird nur dann zu Recht und korrekt im Verlauf der Therapie angewandt, wenn ihre Anwendung therapeutischen Zwecken dient und keine unnötigen Risiken für den Kranken mit sich bringt. Bei ausgewählten Kranken kann sie zu sedativen, analgetischen und anästhetischen Zwecken benutzt werden, zur Linderung von Besorgnis und Angst und zur Unterdrückung der Symptome. Sie kann auch, ab er nur auf der Basis noch strengerer Auswahl, bei Neurotikern und Psychotikern Anwendung finden.“


Auflistung möglicher Indikationen nach Dr.med. L. Chertok:

- Systemarterielle Hypertonie, Herzneurose, Rythmusstörungen,
- Angina pektoris,
- Verminderung der Angst,
- Asthma,
- Appetitzügelung durch Hypnose,
- Ulcus duodeni,
- Gastrits,
- Enuresis nocturna (nächtliches Bettnässen),
- Inkontinenz,
- Impotenz,
- Vorbereitung auf die Geburt und bei der Geburt,
- Entfernung von Warzen,
- Ekzeme,
- Psoriasis,
- Urtikaria,
- Neurodermitis,
- Kreishaarschwund,
- Erfolge bei Stottern und Tics,
- Anästhesie beim Zahnarzt,
- gegen Brechreiz (Gegenstand im Mund),
- Ursachenforschung,
- Formen der Neurosen.
- Angstneurose,
- Prüfungsangst z.B. Führerscheinprüfung,
- bei Phobien als beruhigendes Adjuvans,
- bei Zwangsneurosen als Adjuvans zur Psychotherapie,
- bei Psychosen als Adjuvans zur Beruhigung,
- Erfolge bei Alkoholikern wie auch bei Rauchern,
- anästhesiologie Wirkung der Hypnose auf Schmerz,
- Angst vor Operationen,
- in der Cancerologie Einsatz der Hypnose zur Linderung der Schmerzen,
- Einwirkung zur Stärkung des Willens zur Gesundung.





Technik der Hypnose:

Das vorbereitende Gespräch:
Die vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient und Therapeuten wirkt ganz entschieden mit auf die Qualität der Hypnose. Deswegen ist es unbedingt erforderlich, daß ein vorbereitendes Gespräch mit dem Patienten geführt werden muß.

In diesem Gespräch wird eruiert was der Patient von der Trance weiß.Es wird ihm mitgeteilt, daß er in der Trance die volle Verfügungsgewalt über sich behält und daß er in dem Zustand, in den er durch die Hypnose gerät, er zu einem aktiven Partner in der Therapie wird.

Ganz wichtig ist die Aussage, daß sich ohne die Hilfe des Patienten, ohne seine aktive Mitarbeit in der Therapie überhaupt nichts bewegt.


„Unterdrückt die Einbildung und das Vertrauen und ihr werdet nichts erhalten.“

„Der Gegenstand eures Glaubens mag wahr oder imaginär sein, ihr werdet dasselbe Resultat erzielen.“ Paracelsus (1490-1541) bezüglich des Rationalen.

Falsche Vorstellungen
Falsche Vorstellungen, oft wird das Variété angesprochen, müssen ausgeräumt werden.

Die Hypnose, die im Variété durchgeführt wird, hat mit dem Willen der Probanten zu tun, die auf der Bühne sich produzieren wollen. Diese Zeitgenossen wissen, daß irgendetwas mit ihnen gemacht wird und sie sind dazu bereit.Sie wollen sich dem Publikum zeigen.

Schilderung der Hypnosetechnik
Sind die Befürchtungen des Patienten betreffend der Hypnose ausgeräumt, kann der Therapeut daran gehen, ihm die Hypnose zu erklären.
Eine eindeutige Definition, die darüber hinaus auch für jeden verständlich ist, kann man, wie weiter oben schon festgestellt, fast nicht geben.

Am besten erklärt man die Hypnose als einen Zustand, der zwischen Wachen und Schlafen liegt. Dieser Zustand wird täglich des öfteren von jedem durchlaufen.
Man denke nur an die Wachträume, an den Zustand, daß man mit dem Auto eine sehr gut bekannte Strecke fährt und plötzlich für sich feststellt: „Hoppla, ich bin ja schon am Punkt Y, den Punkt X habe ich total verschlafen.“ Der Patient ist in der Trance nie allein. Die Verbindung zum Therapeuten bleibt bestehen. Und dies in jedem Bereich der Trance, ob in leichter, mittlerer oder tiefer Trance.


Besprechung der Suggestionen
Entscheidend zum Behandlungserfolg tragen die Suggestionen bei, die mit dem Patienten im Vorfeld besprochen, ja abgesprochen werden. Dabei kann und sollte der Patient auch seine eigene Vorstellungen betreffend der Suggestionen mit dem Therapeuten absprechen und damit schon im Vorfeld aktiv bei der Behandlung mitwirken.

Suggestibilitätstests
Der Zusammenhang zwischen Suggestibilität und Hypnosefähigkeit ist umstritten. Dennoch kann der Suggestibilitätstest dazu beitragen, daß der Patient Vertrauen zu seinen eigenen Fähigkeiten erhält.

In meiner Praxis führe ich in der Regel, je nach Bedarf, zwei Suggestibilitätstests durch. Der erste betrifft die Einzelperson, der zweite eine Gruppe.

1. Balancetest (Kipptest)
2. Händefalttest


Position während der Hypnose
Manche Behandler bevorzugen die sitzende Haltung des Patienten.
Ich neige dazu, den Patienten auf einer Couch liegend zu behandeln. Diese Stellung entspricht am ehesten der Stellung des Schlafes und damit der vollkommensten Entspannung.

Egal welche Stellung der Therapeut für die beste hält, der Patient entscheidet im Endeffekt, ob er lieber im Liegen oder im Sitzen behandelt werden möchte.
Wichtig ist, daß der Patient sich wohlfühlt, daß kein Gürtel ihn einengt, daß kein Schuh ihn drückt.





Voraussetzungen zur Hypnosebehandlung:

Vom Behandler:
Intelligenz, wachsende Selbsterkenntnis, Selbstanalyse, Intuition, Kenntnisse über die Psyche, Kenntnis der psychischen und körperlichen Erkrankungen, medizinische Kenntnisse, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Freisein von Vorurteilen, mit den eigenen Konflikten vertraut sein, Vertrauen in die Bereitschaft der Mitarbeit des Patienten, Akzeptanz der Eigenarten des Patienten, Akzeptanz der Persönlichkeit des Patienten,konzentriertes Arbeiten mit dem Patienten, Eingehen auf die Bedürfnisse des Patienten, Offenheit, Ehrlichkeit den Bedürfnissen des Patienten gegenüber.

Vom Patienten:
Bereitschaft zur Mitarbeit, Konzentrationsfähigkeit, Vertrauen zum Behandler, Vertrauen in die eigene Stärke die ständig wächst, Glaube an den Heilungserfolg, Ehrlichkeit.


Die aufgezeigten Punkte können nur ein Auszug aus den Erwartungen des jeweiligen Behandlers und seiner Patienten sein.





Die Übertragung:
Zum Schluß meines kleinen Referates möchte ich noch auf das Phänomen der Übertragung zu sprechen kommen.
Man spricht von der Übertragung und der Gegenübertragung.
Die Übertragung beinhaltet, daß der Patient nach einer gewissen Zeit Gefühle und Empfindungen, die er zu einer Konfliktpartei (im positiven und im negativen Sinn) hegt, auf den Therapeuten überträgt.

Die Gegenübertragung besteht darin, daß der Therapeut diese Gefühle annimmt und sie als wirkliche, auf ihn bezogene Empfindungen deutet.

Um dieses auszuschließen, muß der Therapeut am Anfang der Behandlung dem Patienten klarmachen, daß evtl. auftretende Gefühle, die der Patient auf den Therapeuten richtet, nichts mit ihm als Person zu tun haben, sondern zur Übertragung gehören.



Sollten noch Fragen bezüglich der Hypnose bestehen, wir sind gerne bereit Ihnen helfend per Email zur Seite zu stehen.