Reinkarnation
 (Von Roland S. Herzhauser, Copyright R.S.Herzhauser)
 



Was versteht man unter Reinkarnation:

Brockhaus definiert die Reinkarnation als Seelenwanderung, griechisch metempsychosis, lateinisch Transmigratio, altindisch samsara (das Umherwandern), der Glaube, daß die Seele nach dem Tod des Körpers in ein anders Geschöpf (Mensch, Tier, Pflanze) übergehen könne, in ihm also wiedergeboren werde (Reinkarnation).

Die Seelenwanderung ist ein Grunddogma der Philosophie und Ethik der Hindus, Buddhisten und Jainas.

Die Befreiung aus der Seelenwanderung und das Eingehen in das Nirvana ist das Sehnsuchtsziel indischer Weisheit und Religiosität.

Reinkarnationslehre im Abendland
Im Abendland finden sich ähnliche Lehren bei den Pythagoreern und in der Orphik, in neuerer Zeit in Spiritismuns, Anthroposophie sowie in esoterischen Vereinigungen.

Orphik
Interessant ist hier die Orphik. Sie ist seit dem 6. Jahrhundert vor Christus in Attika, Unteritalien und Sizilien als religiöse Bewegung nachweisbar. Sie brachte ihre Stiftung mit Orpheus in Verbindung.

Scheinbar breitete sich diese Lehre besonders schnell in den unteren Bevölkerungsgruppen aus, lehrte sie doch Wiedergeburt, Lohn und Strafe im Jenseits.

Nur die Eingeweihten wußten um die Geheimlehren über die Entstehung der Welt, Erschaffung des Menschen, Unsterblichkeit der Seele, Seelenwanderung, Lohn und Strafe im Jenseits.
Ihnen wurde nach Reinigung und Askese ein seliges Leben nach dem Tod verheißen. Der Einfluß der Orphik ist bei Pindar, Empedokles, Platon, dann besonders im Neuplatonismus und in der pythagoreischen Lehre festzustellen.

Orpheus
Hier ist noch als interessant anzumerken, daß Orpheus, als er auftauchte, für den Sohn einer Priesterin des Apollo des Gottes Apollo gehalten wurde. Als junger Mann flüchtete er von Griechenland für zwanzig Jahre. Er verbrachte diese Jahre in Ägypten, in den alten ägyptischen Mysterienschulen, bei den Priestern von Memphis. Er lernte ihre Mysterien und absolvierte ihre Prüfungen. Erst nach dieser Zeit nannte er sich bei seinem Initiationsnamen, der Orpheus oder Arpha, das heisst: “Der durch das Licht Heilende”.
(Dem Interessierten sei hier das Buch von Eduard Schuré "Die großen Eingeweihten empfohlen.)

Dynamik der Reinkarnationslehre
Reinkarnation, die Lehre von der Seelenwanderung trägt in sich eine unwahrscheinliche Dynamik. Allein der Gedanke in verschiedenen Zeitepochen existiert zu haben und in unterschiedlichste Persönlichkeiten verkörpert gewesen zu sein übt einen phantastischen Reiz auf jeden Interessierten aus.

Der Grundgedanke der Reinkarnation
Der Grundgedanke der Reinkarnation sagt aus, dass die Seele sich nach dem Tod des leiblichen Körpers in einen anderen Körper begeben kann.

„Ich lebe nur einmal - und das jetzt!“ ist ein Spruch, den ich mir oftmals anhören muss. „Ich würde gerne glauben, dass es noch weitere Leben gäbe - gib mir Beweise - bis jetzt kam noch keiner zurück - du bist ein Träumer und Phantast“ sind so die gängigsten Redensarten, die ich mir immer wieder anhören muss.





Unbewusste Erinnerungen an frühere Existenzen:
Glauben sie mir eins. Fast jeder hat schon Beweise seiner früheren Existenzen erhalten - aber leider nicht beachtet.
Ein selektives Erinnern an frühere Leben ist Teil des täglichen Lebens. Leider geschieht dies nur allzu oft auf der unbewussten Ebene.

Benjamin
So sagte mein Sohn Benjamin, er war damals gerade drei Jahre alt, auf einem Spaziergang, den er und ich unternahmen, plötzlich, ohne jeden Bezug zu unseren vorherigen Unterhaltungen: "Papa, als ich so groß war wie du hatte ich viele Kinder!"
Auf meine Frage, ob er sich denn noch an die Namen der Kinder erinnern könne, sagte er nur: "Nein."
Damit war dieser Teil des Gespräches beendet, der auch nie mehr aufgegriffen wurde.

Regressionen
Seit altersher gibt es Berichte von Menschen, die sich an ein Leben vor ihrem jetzigen erinnern können und konnten.
In neuerer Zeit kommen immer mehr Berichte an die Öffentlichkeit, die sich mit Beweisen für eine Wiedergeburt beschäftigen.
Immer mehr Interessierte nutzen die Möglichkeit der regressiven Verfahren in der Hypnose um etwas mehr über sich selbst zu erfahren. Oft können dabei seelische und körperliche Leiden, die in die jetzige Existenz hineinreichen, kuriert werden.

Regressionen in der Praxis
Seit mehr als dreißig Jahren führe ich Regressionen, das heisst in diesem Fall Rückführungen in Zeiträume vor die Geburt des Einzelnen unter Tiefenhypnose, durch.

Leider befand sich unter den vielen hundert Regressionen kein einziges gekröntes Haupt, keine historisch bedeutenden Persönlichkeiten. Alle rückgeführten Patienten berichteten aus Zeiten, in denen sie oft weder Schreiben noch Lesen oder Rechnen beherrschten.

Oftmals ist nicht einmal bekannt, welcher Fürst oder Herrscher dem Land, in dem man wohnt, vorsteht.

Bedeutsam ist in allen Fällen die Auswirkung der im letzten Leben gemachten Erfahrungen auf das Verhalten im aktuellen, jetzigen Leben.


Hierzu nur ein kleines Beispiel:
Ein Patient kommt in die Praxis und berichtet von einem Problem das er mit kirchlichen Würdenträger und der Kirche im Allgemeinen habe.
Er sah jedesmal rot, wurde aggressiv und unausstehlich, kam ein Pfarrer in seine Nähe. Von der Kirche als soziale Institution distanzierte er sich.
Eine herkömmliche Psychotherapie hatte keine Besserung in seinem Verhalten gebracht.
Auf seinen Wunsch hin wurde dieser Herr, der eine führende Position in der Industrie einnahm und der durch diese negativen Gefühle der Kirche gegenüber nicht mehr wertneutral auf einer Gesellschaft einem Kleriker entgegentreten konnte, hypnotisiert. Die Regression wurde eingeleitet.


Regressionsbericht:
Er berichtete in der Regression vom ausklingenden 17. Jahrhundert.
Die erste Szene die er sah war ein junges Mädchen, das Früchte von einem Dorf, das am Fuß eines Hügels lag, auf dem sich ein Kloster befand, zu dem Kloster trug.
Vor dem geöffneten Tor des Klosters saß ein Bruder, wie wir später erfuhren Bruder Antonius.
Dem jungen Mädchen (der Patient hatte diese junge Frau als seine damalige Verkörperung erkannt) fielen die stachligen Waden des Ordensmannes auf. Sie amüsierte sich darüber.
Da in diesem Sommer fast täglich Obst vom Dorf in das Kloster transportiert wurde, sahen sich Bruder Antonius und die junge Frau sehr oft. Sie fanden gefallen aneinander und liebten sich.

In dieser, für die Kirche, sündhaften Liebe wurden die beiden in flagranti im Weingarten des Klosters erwischt. Anscheinend hatten die Mönche das Spiel der beiden schon längere Zeit beobachtet und ihnen eine Falle gestellt.

Sie wurden von den Mönchen auseinandergerissen, das junge Mädchen wurde im Kloster in einen Kellerraum gesperrt.

Nach relativ kurzer intensiver Beratung gab die Liebende zu, eine Hexe zu sein. Die Mönche hatten sie mit einen glühenden Eisen, das den Buchstaben "H", wie Hexe trug, ihr auf den linken Busen setzend überzeugt, daß sie eine Hexe sein musste.

Die Schlußfolgerung war natürlich einfach die, dass ein Mann Gottes - ich rede hier von Bruder Antonius - unmöglich von einer reizenden jungen Frau aus Fleisch und Blut verführt werden konnte. So etwas kann nur eine Hexe bewerkstelligen. -

Die junge Frau wurde einige Zeit später auf einen Scheiterhaufen gestellt, erstickte und verbrannte jämmerlich unter großen seelischen und körperlichen Schmerzen.

Was von dieser Seele mit in die neue Existenz gebracht wurde war das Gefühl einer zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit. Begangen im Namen Christi von Männern, die scheinheilig die Wohllust leugneten und sich im Kerker noch an dem unglücklichen, dem Tode geweihten Wesen vergingen.


Bewusst wußte der Patient natürlich nichts mit seinen Gefühlen vor der Hypnose anzufangen. Dies führte bei ihm, als einen analytischen und kritischen Verstand besitzenden modernen Menschen zu einem tiefen Unsicherheits- und Aggressionsgefühl allen Würdenträger der Kirche gegenüber.

Nach der Regression verbesserte sich sein Verhältnis zur Kirche nicht wesentlich. Verbessert wurde aber seine Selbstsicherheit in diesem Bereich. Er erlebte sich und seine Gefühle jetzt im Bewusstsein des Wissens und nicht mehr in den Dimensionen der nebulösen Unsicherheiten.





Erklärung von Karma:
Nach diesem kleinen Regressionsbericht können wir uns getrost der Frage nach dem Karma zuwenden.

Als Karma wird die Summe der Lebenserfahrungen, die eine Seele im verkörperten Zustand macht, bezeichnet.
Diese Lebenserfahrung ist in unserer Seele gespeichert und wirkt in uns fort.
Das heisst, dass unsere Handlungen, unsere Taten, unsere Gedanken und Gefühle eine dynamische Triebkraft ihr Eigen nennen.
Sie begleiten uns über den leiblichen Tod hinweg und sind auch im aktuellen Leben, je nach Dynamik, schwächer oder stärker ,vorhanden und wirken auch auf dieser jetzigen Lebensebene in uns weiter.

Meines Erachtens wird damit weniger, wie oft zu hören, die Aufrechnung von Schuld und Sühne verstanden, sondern vielmehr die Chance beschrieben die vergangenen Erfahrungen in das jetzige Leben einfließen zu lassen und diese zum Wohl des Individuums und des Allgemeinwohls zu nutzen und weiter zu entwickeln.


Das karmische Prinzip
stellt eine durchaus sinnvolle Gesetzmäßigkeit dar.
Edgar Cayce, der große amerikanische Seher erkannte das karmische Prinzip als

1. das Gesetz des Fortbestandes:
Alles was wir tun, was wir wirken wirkt in uns fort. Dadurch ist keine Anstrengung vergebens, keine Mühe umsonst, kein Leid vergebens.

2. das Gesetz der Konsequenz (Das Gesetz der Reflexion):
Alles was wir tun schlägt auf uns zurück. Als Anschauungsbeispiel mag ein Stein dienen, der in einen ruhigen See geworfen wird und dort Wellen aussendet. Diese Wellen schlagen irgendwann ans Ufer, werden reflektiert und kehren wieder zu ihrem Ursprung zurück.

3. das Gesetz positiver Rückkehr:
Das bedeutet, dass Vorteile aus positiven Bemühungen auch später gelebt werden können. Vergleichbar einem Sparbuch, das angelegt wurde und nun sogar Zinsen getragen hat.





Frage nach dem Sinn der Wiedergeburt:

Phrasen:
„Wir leben nur einmal , deshalb sollen wir das Leben genießen und entsprechend leben.“

Über diese Aussage konnte ich schon zu allen Zeiten meines bewegten Lebens lächeln.

Warum sollten wir das Leben nicht genießen, wenn wir mehrere Leben hätten? Ist nicht gerade die Fähigkeit das Schöne zu sehen und es auch zu leben, wenn die Möglichkeiten dazu bestehen, bezeichnend für einen reifen Menschen.

Nitschke
Selbst die negativste Aussage des Philosophen Nitschke: „Wir werden geboren um zu sterben“ konnte mich nie überzeugen.

Gerade die Wiedergeburt gibt die Chance alles was das Leben bietet aus Perspektiven zu betrachten, die uns in einem Leben einfach verschlossen sein müssen.

Sinn des Lebens
Fragt man nach dem Sinn der Reinkarnation, muss man sich auch gleich die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen.

Werden wir wirklich nur „zufällig“ aus Lust und Liebe unserer leiblichen Eltern geboren und lösen wir uns als Protoplasmahaufen nach unserem Tod einfach auf und hören damit auch auf zu existieren?

Warum sollten wir uns im Leben abmühen, wenn doch alles in der totalen Auflösung enden würde?

Wäre dies nicht furchtbar, furchteinflösend, unmenschlich, ja entsetzlich?


Gerechtigkeit - Ungerechtigkeit
Der Nachbar, der seine Frau schlägt, die Kinder mißhandelt, aber viel Geld in seinem Leben durch unaufrichtige und rücksichtslose Transaktionen auf Kosten weniger skrupelloser Mitmenschen erwirtschaften konnte, wird von fast allen in der Stadt akzeptiert, ja hofiert.

Der andere Nachbar, ein wirklich braver, gläubiger, hilfsbereiter Mann, der wird von allen belächelt, reicht sein Geschäftssinn doch gerade zu dem Beruf eines Hilfsarbeiters in der nahegelegenen Fabrik

Ertragbarkeit
Mit nichts ist die Wahrhaftigkeit des Lebens besser zu erklären, die sogenannte Ungerechtigkeit, er reich, ich arm, - er gesund, ich krank, - er schön, ich hässlich - etc., leichter zu ertragen, als durch die logische Konsequenz der Gesetzmäßigkeiten des Karmas.

Karma, das einfache Gesetz von Ursache und Wirkung, macht sich von einer Verkörperung zur nächsten geltend und stimmt völlig mit den beiden wohlbekannten biblischen Regeln (Galater 6,7 und Hosea 8,7) überein: „Jeder wird ernten was er gesät hat" und "Wer Wind sät, wird Sturm ernten.“

Edgar Cayce,
der große amerikanische Seher in Trance drückte es kurz und treffend aus:

„Die Wesenheit begegnet immer dem Selbst.“

Betrachtet man mit den Augen eines auf dem Boden kauernden Bettlers, dem jeder irdische Besitzstand abhanden kam, die Luxuslimousine eines wohlhabenden Mitbürgers und das Outfit der Insassen, so entstehen in dieser Seele ganz bestimmt andere Empfindungen als sie die Seele, die in einem superreichen Milliardär inkarniert ist, wahrnimmt.


Oh, wie ungerecht ist doch diese Welt, wird jetzt vielleicht mancher denken.

Aber so ist es ja in keinster Art und Weise.


Annahme
Nehmen wir einmal an, die Reinkarnation wäre fester Bestandteil des Universums. Es gäbe keine andere Alternative - also kein Fegefeuer, in dem die unglücklichen Sünder (was immer sie auch angestellt haben mögen) und die Ungehorsamen langsam aber schmerzhaft unter Wehklagen und Gejammer über ihrer Sünden langsam vor sich hinbruzzelten.

Nehmen wir weiter an, es gäbe auch kein Paradies, in das die frommen Gläubigen, allen voran die Pfarrer oder Priester, die Nonnen und Päpste und alle, die auf dem Sterbebett in letzter Minute ihre Sünden einem Vertreter des Himmels auf der Erde gebeichtet und bereut hätten, kämen.

Alternative
Was bliebe für eine Alternative?

Die Vorstellung, dass jeder so gerichtet würde, wie er sich in diesem Leben gegenüber der Natur, den Tieren und seinen Mitmenschen verhalten hat.

Die Reinkarnation bietet jedem einzelnen die Chance seine Erfahrungen in allen Bereichen des Lebens und in allen möglichen und unmöglichen Situationen zu machen.

Einfühlungsvermögen
Man stelle sich lediglich das eigene Einfühlungsvermögen vor, wenn man jemanden sieht, dem der Gipsverband im Hochsommer enorm auf der Haut juckt. Stelle dich nicht so dran, reiße dich zusammen, sei tapfer und noch mehr bekommt der arme Tropf dann zu hören, wenn sein Gesprächspartner noch nie einen Gipsverband für längere Zeit am Körper tragen mußte.

Machte der besagte Gesprächspartner aber schon einmal die gleiche schmerzhafte Erfahrung, dann wird klar, daß jetzt ganz andere Ratschläge zu hören sind. Nämlich solche, die von tiefem Mitgefühl und Verständnis geprägt sind.

Doch diese Chance zu verstehen geht noch viel weiter. So kam vor Jahren ein junger, sehr intelligenter Mann zu mir in die Praxis. Er wollte eine Regression, eine Rückführung vor die Geburt.
Der Grund für diesen Wunsch lag in dem starken Leidensdruck begründet, in den dieser durchaus sympathische Mensch geraten war, weil er seit frühester Kindheit unter den Hänseleien seiner Mitschüler litt, die ihn wegen einer verkrüppelten Hand aus ihrer Runde ausschlossen. Nicht immer. Aber immerhin.

Er fragte sich, warum gerade ich? Warum muß ich dieses Schicksal ertragen?

Regressionsbericht:

Die Antwort darauf ergab sich in der Regressionssitzung, in der er sich im 1900 frühindustriellen Jahrhundert als Fabrikbesitzer sah, der in der rechten Hand ständig eine Reitpeitsche trug, mit der er die bei ihm beschäftigten Frauen scheinbar mißhandelte.
Scheinbar deswegen, weil in der Regression nur ein Ausschnitt zu sehen war, wo er auf verängstigte Näherinnen blickte, die Hände in weißen Handschuhen und auf dem Kopf einen Zylinderhut.
Der Patient beschrieb diese Regressionspersönlichkeit als „ekelhafte Type“.




7. Frage nach Gott
Gott als Sadist?
Nach der christlichen Glaubenslehre ist das Neugeborene, das zwei Atemzüge macht, vielleicht auch eine Stunde lebt und nicht getauft werden konnte, futsch für alle Ewigkeiten. - Pech gehabt.

Der Südseeinsulaner, der Eingeborene, der Eskimo der in seiner Religion verbunden ist, so lebt, dass keiner durch seine Existenz benachteiligt oder geschädigt wird, der anderen hilft, eine gute Seele ist, aber leider nicht im christlichen Sinn getauft wurde.... - futsch für alle Ewigkeiten - Pech gehabt.

Die unglückliche, vom katholischen Ehemann mißhandelte, vergewaltigte Gattin, die sich, zum Schutze ihres Lebens und vielleicht das ihrer Kinder, scheiden läßt...- Verstoß gegen das heilige Sakrament der Ehe..... - Todsünde.....- futsch für alle Ewigkeiten.

Diese unerfreuliche Reihe könnte man nach Belieben fortsetzen. Außer Frustration bringt dies aber nichts.

Nach der oben aufgezeigten Auffassung müßte Gott ein Sadist sein.


Glauben Sie das? Ich nicht!


Jesus
Jesus lehrte aber, dass der Vater im Himmel ein Gott der Liebe sei, Verständnis und Toleranz in die Welt gebracht habe.

Warum also diese Strafaktionen im Namen des Glaubens und noch schlimmer im Namen Gottes?

Ich lasse diese Frage bewußt offen!


Regressionsbericht
In diesem Zusammenhang kann ich wieder von einer Regression berichten, die eine junge, attraktive Dame vornehmen ließ.
Sie wollte wissen, warum sie einen bestimmten Mann, der auf den ersten und zweiten Blick nur sehr schwer für sie erreichbar war, liebte. Wohlgemerkt, der besagte Herr wusste nichts von der platonischen Zuneigung der Dame.

In der Regression erlebte sich die Patientin in der Rolle einer Eingeborenen auf einer Südseeinsel.
Sie selbst war dunkelhäutig, lebte in einem Dorf, war glücklich und zufrieden. In der gesehenen Szene war sie ungefähr sechzehn Jahre alt.
Die Seele des jetzt verehrten Mannes, war im Körper eines reichen Farmers, der auf der Heimatinsel der damaligen Inkarnation der Patientin zu Besuch war.
Die Beziehung der beiden Seelen endete unglücklich. Trotz der Liebe, die zwischen beiden entbrannte, musste der Farmer die Insel wieder verlassen. An eine feste Bindung, eine Heirat war aus sozialen, standesmäßigen Überlegungen unmöglich.
Kurz vor ihrem Tod, der in einer weiteren Regressionssitzung betrachtet werden konnte, nahm sich die Patientin folgendes vor:

Im nächsten Leben wollte sie so hellhäutig sein wie ihr Geliebter.
Im nächsten Leben wollte sie über so viele finanziellen Mittel verfügen wie er, damit sie ihm ebenbürdig sein konnte.
Im nächsten Leben wollte sie so gebildet sein wie er, damit sie sich mit ihm unterhalten könnte.
Im nächsten Leben wollte sie in seiner Nähe wieder inkarniert werden, um möglichst nahe bei ihm sein zu können.
Und einiges mehr.

Alles, was sich diese sterbende Frau in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die eines gewaltsamen Todes sterben musste, ihr Stamm hatte sie nach der Geburt eines Kindes verstoßen, vorgenommen hatte, erfüllte sie sich in der jetzigen Inkarnation.


Regressionsbericht

Ein junger Mann kam in die Praxis weil er ständig Probleme mit seinen Partnerinnen bekam, waren diese länger als 6 Monate in seiner Nähe. Um die Ursache für seine gefühlsmäßige Empfindungen zu erforschen, bat er um eine Regression. Diese führte ihn in das zwölfte Jahrhundert.

Ein großer Marktplatz, ein Dom wird gerade gebaut. Unwahrscheinliches Leben auf diesem Platz. Ein junger, so gut gekleideter Mann, weißer Hermelinpelz, rote Samtjacke, rote Samtmütze schaut interessiert dem Treiben der Menschen zu. Da kommt eine Kutsche angefahren, die eine junge, attraktive Dame anbringt. Der besagte junge Herr, Tuchhändler von Beruf, geht erfreut auf die Dame zu und führt sie in ein nahegelegenes Gasthaus, in dem den beiden ein Gänsebraten mit Rotkraut gereicht wird.
Plötzlich wird die Tür zur Wirtschaft aufgerissen, ein Söldnertrupp stürzt herein und fängt an die Gäste der Gaststube zu kontrollieren. Als die Söldner zu den beiden jungen Leuten kommen ergibt sich ein kurzes Wortgefecht. Es ist ersichtlich, dass der junge Mann mit auf die Burg zum Burgvogt kommen muss. Er weigert sich, er wehrt sich. Da sticht einer der Schergen mit einem Speer zu.
Die junge Frau wirft sich geistesgegenwärtig zwischen den Freund und die Speerspitze, die sie mit voller Wucht tödlich trifft.
Der Tuchhändler wird auf die Burg geschleppt. Dort wird ihm eröffnet, dass er die Tochter des Burgvogtes und sonst niemand zu heiraten habe.
Total empört äußerte sich der Patient noch in der Trance, dass diese besagte Tochter eine ganz farblose Erscheinung sei, die er jetzt zum ersten mal sehen würde. -
Der Burgvogt sagte ihm, er habe keine andere Wahl. Seine Tochter oder das Vermögen und das Leben des jungen Mannes. Zum Schein geht der Bedrohte auf die Forderung ein und ergreift bei der ersten besten Gelegenheit die Flucht. Diese wird bemerkt und der Burgvogt ruft: "Haltet ihn!" Ein Burgwächter nahm diese Aufforderung zu wörtlich und hält den jungen Mann auf – mit seinem Speer.
Tödlich verletzt wird dieser in den Burggraben geworfen.
Die Seele des Getöteten sitzt ca. 12 Stunden am Leichnam und ist untröstlich, dass sie schon so früh aus dem Körper austreten musste, da sie doch noch so viel erledigen wollte.
Irgendwann gesellte sich die Seele der jungen Frau dazu und gemeinsam gehen sie in die andere Dimension.

18. Jahrhundert:
Das Waisenkind, das bei seinem Großvater, der ein armer Mühlenbesitzer ist, aufwächst, trifft im jungen Erwachsenenalter ein hübsches Bauernmädchen aus dem Nachbardorf. Die Liebe zwischen den beiden Seelen ist mehr ein Erinnern an eine große Liebe als eine „Liebe auf den ersten Blick.“

Beide Seelen haben sich wieder gefunden.

Die Regressionsszene zeigt den Abschiedsschmerz am Vorabend der Hochzeit des jungen Mädchens, das einen reichen Bauernsohn aus dem Heimatdorf heiraten muß. Der unglückliche junge Mann geht zum Militär und wird kurz darauf durch einen explodierenden Munitionswagen getötet.

Schlußfolgerung:
Im jetzigen Leben sucht die Seele des Patienten nach der Seele seiner
unglücklichen Liebe. Jede neue Partnerin, in der er unbewußt seine große Liebe
sucht, muss versagen, wird sie mit dem Gefühl der großen Liebe verglichen, das
er in den vergangenen Jahrhunderten immer nur kurz erleben durfte.





Christlicher Glaube und Reinkarnation:
Die Reinkarnationslehre, die immer mehr zu einer persönlichen Erfahrung für den einzelnen Suchenden wird, widerspricht nur den erstarrten christlichen Dogmen; nicht und niemals den Lehren der großen Wahrheitssucher und Jesus Christus. Es ist sogar irrig anzunehmen, dass Christentum und die Reinkarnationslehre unvereinbar seien.
Auf dem zweiten Konzil von Konstantinopel, wurde die damalige christliche Glaubenslehre, die auch die Lehre des Origenes (185 bis 254 nach Christi) beinhaltete, für heidnisch erklärt und verboten. “Der oströmische Kaiser Justinian wies den Reinkarnationsglauben verbindlich zurück und ließ durch seine Bischöfe erklären: “Jeder, der die mythische Lehre von der Präexistenz der Seele und die daraus folgende wunderliche Ansicht von ihrer Wiedergeburt unterstützt, sei mit dem Kirchenbann belegt.”(Campion, The Great Year, S. 294)., Dies war ein weiter Schritt, auf dem Weg, die Toleranz, die Achtung vor anderen Religionen und der Reinkarnationslehre durch Überheblichkeit zu verlieren. Als Ersatz wurde die Lehre über das Fegefeuer und das Versprechen des Himmelreichs auf Erden von der Geistlichkeit gepredigt.

Liest man die Bibel aufmerksam durch, so sind noch immer Hinweise auf den Reinkarnationsgedanken zu finden.

Die Reinkarnationslehre gibt uns die Möglichkeit des Verständnisses für viele Dinge des Lebens, für Ungerechtigkeiten und für die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen. Wird uns aber bewusst, dass sich immer wieder Seelen inkarnieren, die in früheren Existenzen miteinander verbunden waren, dann wird auch hier die Hoffnung und die Liebe, die Gott ausstrahlt, die Liebe die uns von ihm gegeben wird, deutlich.

Die Erfahrungen, die auch ich durch viele hundert Regression mit Patienten machen konnte, zeigen auf, dass nur Grund für Hoffnung und Vertrauen besteht.

Keine Angst vor dem leiblichen Tod sollte uns Zuversicht auf die Liebe Gottes
beeinträchtigen.

Der Tod ist nicht das absolute Aus für Liebe, Hoffnung und Leben. Er ist nur eine
Pforte durch die wir gehen werden - jeder von uns.

Wir treffen immer wieder mit den Seelen zusammen, die wir lieben und auch die Seelen, die wir zu unserer persönlichen seelischen Reifung benötigen.

Wird uns bewusst, wer wir letztendlich sind, dann verliert der Tod seine furchterregende Macht über uns. Wir erkennen, dass wir unsterbliche Geistwesen sind, die über viele Leben immer wieder durch dieses Tor der Wandlung, Tod genannt gehen. Irgendwann erkennen, bewusst sich erinnern, wer sie sind.





Umgang mit dem Bewußtsein der Reinkarnation:

Deja vu
Jeder, der einmal in seinem Leben mit Situationen die ihm irgendwie bekannt vorkamen, konfrontiert wurde, hat vielleicht eine kleine Pforte der Erinnerung an frühere Erfahrungen aufgestoßen.

Dalai Lama
Jeder, der von Reinkarnation, vom Dalai Lama , von der buddhistischen oder der hinduistischen Religion hört, sollte sich seine kritische Fähigkeiten bewahren und nichts ungefragt aus einer momentanen Stimmung übernehmen.

Jede Religion, soweit sie die Menschenrechte, die Gleichheit von Mann und Frau, die Gleichheit der Rassen, die Liebe und die Toleranz lehrt und die Kritikfähigkeit der Gläubigen akzeptiert, hat ihre Daseinsberechtigung.

Wechsel der Konfession?
Deswegen bringt auch der Wechsel von einer Glaubensrichtung in eine andere Religion herzlich wenig.
Ich kann als Christ, als Moslem, als Buddhist oder als Angehöriger irgendeiner Religionsgemeinschaft gläubig und fromm - oder das Gegenteil davon leben. Nicht das Mäntelchen, das ich mir umhänge zählt, was zählt sind meine Taten.

Gottes Konfession?
Bisher konnte mir noch kein Kleriker erklären, welche Konfesion Gott hat. Daraus folgere ich: Gott oder das göttliche Wesen gehört keiner Konfession an. Gott ist Gott. Wir sollten nicht versuchen ihn zu beschreiben. Dies wäre ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Reinkarnationslehre gibt uns die Chance einiges zu verstehen, was uns ansonsten unverständlich und grotesk erscheint.





Regression:
Zum Schluss darf ich noch von einer Regression berichten, die ich mit einer fast siebzigjährigen Dame durchführte.
Diese Frau kam in die Praxis und klagte über einseitige (linksseitige) Kopfschmerzen, die sie seit Kindheit hatte und die jeder Behandlung trotzten.
In der Regression sah die Patientin eine Dorfstraße, eine Pferdegespann, ihren kleinen Bruder an ihrer Hand und sich selbst vor dem elterlichen Bauernhof stehen. Plötzlich rasten die Pferde los, sie konnte gerade noch ihren kleinen Bruder aus der Bahn der Pferde schubsen. Sie selbst wurde von dem durchgehenden, herrenlosen Pferdegespann überrollt. Eines der Pferde traf sie mit seinem Huf an ihrem Kopf, auf der linken Kopfseite. Nachbarn, die das Unglück beobachteten, brachten das schwerverletzte zwölfjährige Mädchen in das Elternhaus, wo es kurz darauf unter heftigsten Kopfschmerzen starb......

Das Todestrauma nahm diese Seele als letzte bewußte körperliche Erinnerung mit in die momentane Existenz.

Spontanheilung
Nach dieser Regression trat der seltene Fall der Spontanheilung ein:
Die Kopfschmerzen verschwunden. Die Patientin war beschwerdefrei.